Lahmacun, türkische Pizza nach Familienrezept

Hi zusammen,

und wieder ein unnachahmliches Essen aus meinem familiären Dunstkreis. Ich habe eine türkische Schwägerin und sie macht die besten türkischen Pizzas der Welt. Die sind in keinster Weise zu vergleichen mit denen, die man in türkischen Imbissen bekommt. Über die Tochter ihrer Schwester konnte ich das Rezept heraus finden. Ich habe es nachgemacht und türkische Pizzas im Backofen zubereitet. Es ist mir jetzt beim ersten Mal nicht 100% gelungen, aber mir ist vollkommen klar, was fehlt und wie es richtig geht, deswegen folgt hier jetzt das Rezept:

Zutaten

Teig:
1kg Mehl
1 frische Hefe oder zwei Dr. Oetker Trockenhefe
Salz, Zucker
lauwarme Milch

Hackfleisch:
1kg Hackfleisch (Rindergehacktes)
4 große Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
1 grüne Paprika
1 rote Paprika
1 Bund Petersilie
Tomatenmark, Paprikamark
Sonnenblumenöl

Man fängt an und bereitet den Teig zu. Der funktioniert fast wie der Pizzateig, den ich hier beschrieben habe. Man nimmt ein Kilogramm Mehl und füllt es eine genügend große Schüssel. Jetzt füllt man zwei Päckchen Dr. Oetker Trockenhefe hinzu. Dann salzt man den Teig ordentlich und füllt auch zum Ausgleich noch eine gute Prise Zucker hinzu.

Das Ganze füllt man jetzt mit lauwarmer Milch (vorher aus dem Kühlschrank holen und stehen lassen) auf, bis der Teig eine ordentliche Konsistenz hat. Jetzt knetet man ca. 10 Minuten was das Zeug hält. Den fertigen Teig dann 30 Minuten ruhen lassen.

Derweil kann man sich um die Hackfleischmischung kümmern. Man nimmt vier große Zwiebeln, die man vorher klein geschnitten hat. Dann gibt man die Knoblauchzehen, auch klein geschnitten hinzu. Auch die rote und grüne Paprika zerschneidet man und befreit sie von den weißen Samen innen drin. Zudem zerhackt man ein Bund Petersilie. Jetzt gibt man noch ein bisschen Tomatenmark und wenn möglich Paparikamark hinzu und füllt das in einen Mixer (Vorsicht Pürierstab geht nur bedingt, man braucht schon einen Mixeraufsatz, der gröber schneidet). Jetzt gibt man noch ein Schuss Fett in Form von drei bis vier Esslöffel Sonnenblumenöl.

Die Kräuter, Zwiebeln und Paprika jetzt im Mixer klein hacken lassen und dann mit dem Hackfleisch vermischen. Natürlich muss man das Hackfleisch würzen: Hier gilt wie bei Bulletten, lieber ein bisschen überwürzen als sparsam zu sein, weil das beim Braten noch einzieht. Zur Würze benutzt man gut Salz, Pfeffer, Paprika rosenscharf. Wenn man nur Rindfleischgehacktes geholt hat, empfehle ich es noch mit Maggi Suppenpulver abzuschmecken, z.B. klare Brühe oder Gemüsebrühe. Dann schmeckt auch das Rindfleisch wie Schweinefleisch.

Jetzt nimmt man vom Teig immer ein Stück, circa so groß wie eine Mandarine und rollt das aus. Dann verteilt man gleichmäßig das Hackfleisch darauf.

Bei Umluft und mittlerer Schiene jetzt bei vorgeheizten 220 Grad in den Ofen schieben. Pro Backblech mit Backpapier bekommt man so 4 türkische Pizzas hin. Jetzt darauf warten, dass das Hackfleisch bräunlich wird. Nicht zu lange im Backofen lassen, sonst schmecken die Lahmacun wie Chips 😉 (Das war einer meiner Fehler beim ersten Mal).

Guten Appetit und ihr braucht nie wieder Lahmacun in türkischen Imbissen zu bestellen, schmeckt dann einfach nicht mehr 🙂

Liebe Grüße
Euer Till

Kurt Gödel

Hi zusammen,

ich fahre dieses Jahr im Mai zur republica14. Die republica ist eine Leitmesse mit Panels von führenden Internetgrößen. Im letzten Jahr war sogar der Daimler Vorstandsvorsitzende Zetsche da. Dieser brachte mich auf Kurt Gödel, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Kurt Gödel war ein deutsch-jüdischer Mathematiker in den Zeiten Einsteins. Und jede einzelne Arbeit von ihm schießt echt den Vogel ab. Er hat einen Vollständigkeitssatz aufgestellt und einen noch bekannteren Unvollständigkeitssatz. Dabei geht es darum, ob eine Maschine, sämtliche Aussagen, die möglich sind, als wahr oder falsch deklarieren kann. Im Vollständigkeitssatz beweist er, für welche Aussagen das möglich ist. Im Unvollständigkeitssatz stellt er aber dar, dass es Aussagen gibt, die nicht beantwortbar sind. Ich habe mir jetzt vorgenommen, dass noch zu verfeinern. Nach meiner Meinung gibt es Fragen, die einfach schwachsinnig sind, also weder wahr noch falsch, sondern schwachsinnig. Außerdem gibt es Fragen, die an sich unbeantwortbar sind, die aber aus der Erfahrung oder aus dem Schicksalsverlauf heraus, dann doch beantwortbar sind.

Auch groß ist Gödels Gottesbeweis. Er stellt 5 Axiome auf und beweist daraus die Existenz Gottes. Ich bin letztlich jetzt kein “gläubiger” Christ mehr, sondern ein wissender Christ. Die Axiome kann man umformulieren in der Form.
1) Es gibt positive Dinge und Wesen.
2 – 4) Leben (in der gesamten Raumzeit) ist schön, damit notwendig und sinnvoll
5) Wenn man alle Dinge und Wesen zusammenzählt, erhält man eine positive Anzahl (meine Umformulierung der Instanzeneigenschaft, die Mächtigkeit einer Menge ist bei mir gleichzeitig die Instanz der Menge)

Kurzum: Kurt Gödel war ein großer Mensch, allerdings wird er von Atheisten gerne als verrückt bezeichnet, weil sie keine andere Waffe mehr gegen ihn haben als Stumpfsinn (Kommt mir irgendwie bekannt vor).

Ich kann ihn euch nur wärmsten empfehlen, googelt nach ihm, lest den Wikipediaartikel durch. Es lohnt sich. Und es kann sein, dass ich mich noch weiter mit den einzelnen Werken von Kurt Gödel beschäftigen werde.

Liebe Grüße
Till