Archive for the ‘Philosophie und Weltanschauung’ Category

Müllvermeidung

Tuesday, May 31st, 2016

Hi zusammen,
heute möchte ich Euch auf das Projekt eines Bekannten, Philipp Birkenstock, hinweisen. Er hat sein Leben der Nachhaltigkeit verschrieben und kümmert sich mit Anderen um die Müllvermeidung. Ihren Blog findet Ihr unter http://www.zerowastelifestyle.de.

Viel Spaß bei der Lektüre und wärmste Grüße
Euer Till

Sich selbst programmierende Algorithmen

Thursday, April 21st, 2016

Hi zusammen,
ich habe eine Idee und vielleicht starte ich damit eine Serie von Blogposts. Es geht um sich selbst programmierende Algorithmen. Ich träume, dass ich bei meinem Job nur noch ein Brain2Com Interface habe, so dass alles, was ich mir vorstelle, ein Computerprogramm wird, welches sich dann auch zusätzlich noch selbst pflegt. So wie ich das bisher verstanden habe, ist KI (Künstliche Intelligenz) nur eine Aneinanderreihung von Auswertungen von Daten. Mein Ansatz geht weiter. Die KI entwickelt nach Anforderung, entweder externer oder interner, eigene Module und Algorithmen.

Aus meiner Berufserfahrung haben wir mal bei Symfony einen Formulargenerator entwickelt, wobei die Felder des Formular über Yaml Dateien gesteuert wurden. Hinzu noch Hashtabellen in der Datenbank und man könnte schon viel machen. Auch ein sprachgesteuertes CMS wäre ein Ansatz, so dass die statischen Seiten auf Zuruf gemacht werden.

Die KI sollte dabei viele Zurufe zu verstehen lernen und dann auch weiter und mitdenken. Das Ganze wäre dann abstrahiert auf höchster Stufe.

Liebe Grüße
Euer Till

Zerschlagung Googles

Thursday, May 14th, 2015

Man kommt nicht darum herum, Google ist ein moderner Monopolist. Adam Smith, der Begründer des Kapitalismuses und der modernen Marktwirtschaft, hat davor gewarnt, Monopolisten zuzulassen. Das deutsche Gesetz sieht das anders. Es lässt Monopolisten zu, wenn sie einen Marktpreis verlangten, wie wenn Konkurrenzdruck herrschte.

Aber auch das ist bei Google nicht der Fall, sie lassen wie bei der Auktion von Luxusgütern die Anbieter sich in einem hitzigen Kampf überbieten, um den für Google besten Preis zu erzielen.

Außerdem benutzen sie sogenannte Cournoutsche Punkte, Gewinnmaximierung im Monopol. Man verknappt das Gut, um den Gewinn zu maximieren. So macht es Google bei Werbung über den Suchergebnissen und sie haben auch einen Schwellenbetrag, mit dem man erst in die Suche kommt.

Das Internet ist eine Abbildung der Realität. Jeder reale Markt hat mittlerweile sein Pendant im Internet. Hier von einem Internetmarkt zu reden, wo Apple, Google, Facebook und Microsoft gegeneinander kämpfen ist gelinde gesagt Schwachsinn. Die großen Firmen haben sich den Kuchen schön monopolistisch aufgeteilt.

Jetzt mag man meinen, was ist so schlimm an Monopolen und darf man als Unternehmer keinen Erfolg mehr haben. Und da sind wir wieder bei meiner beliebten Preis-Produktionsgleichung. Ein Monopolist ist ein Preistreiber, er kann fast verlangen, was er will. Die Kanzlerin in ihrem Podcast moniert das für Kaffeemonopole in Kolumbien, sieht aber nicht den Dämon im eigenen Land.

Nach dieser Gleichung ist die Produktion, sprich Wohlstand und Arbeitsplätze, umso niedriger je höher das Preisniveau ist. Also weg mit Monopolen. Google hat mittlerweile auch über sein Adsenseprogramm den gesamten Werbemarkt im Internet unter Kontrolle. Und das für unverschämte Preise!

Nun, wie könnte eine Zerschlagung aussehen: Wie bei Strom, Gas oder auch der Bundesbahn muss man Google zwingen seine Infrastruktur für andere Anbieter zu öffnen. Die Techniken und Algorithmen sind quasi das Schienennetz oder das Stromnetz. So kommt man dann zu einem Konkurrenzkampf über die Jahre.

Hochachtungsvoll,
Euer Till

Rechte psychisch Kranker

Sunday, April 5th, 2015

Hi zusammen,

aus den Erfahrungen insbesondere auch der letzten Zeit möchte ich ein wenig über die Rechte von Patienten schreiben, insbesondere psychisch kranker Patienten. Ich hatte das Problem, dass ich zum einen in der Universitätsklinik Köln behandelt werden wollte, zum anderen wollte ich, dass die Medikation im vernünftigen Gespräch mit mir abzuklären ist.

Ich habe mich dann ein wenig im Internet juristisch schlau gemacht und bin auf die Patientenverfügung gekommen. Diese kannte ich bisher nur für den Fall, dass man unheilbar krank ist und die Maschinen abgestellt werden sollen.

Man kann aber auch als psychisch Kranker eine Patientenverfügung verfassen. Ärzte haben davor schon einen gewissen Respekt.

Worauf man achten sollte, ist, dass man dies in einer Phase tut, in der man relativ stabil ist und als relativ stabil gilt.

Maßgebliche Norm im BGB ist Paragraph 1901. Ich habe in meiner Patientenverfügung bestimmt, dass die örtliche Zuständigkeit bei der Uniklinik Köln liegen soll, obwohl rein von den Vorgaben der Feuerwehr eine andere Klinik zustänqdig wäre.

Darüber hinaus gibt es das PsychKG und das Unterbringungsgesetz. Hier kann man per Patientenverfügung jede Zwangsbehandlung, insbesondere auch medikamentöser Art ablehnen. Dies führt de facto dazu, dass die Ärzte sich mit einem auseinandersetzen müssen.

Hier der Wortlaut meiner Patientenverfügung:

Köln, der 1.8.2014

Hiermit erkläre ich im Vollbesitz meiner geistigen und körperlichen Kräfte, dass ich niemals wieder wegen Selbstgefährdung in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen werden will. Dies ist als eine Patientenverfügung im Sinne des Paragraphen 8 Absatz 6 Unterbringungsgesetz in Verbindung mit Paragraph 1901 BGB. Da ich durch diese Patientenverfügung die Behandlung verweigern kann, fehlt es im Fall der Fälle auch an der Behandlungsbedürftigkeit.

Ferner stelle ich fest, dass es mein ausdrücklicher Wille ist, nie wieder in den Rheinischen Landeskliniken in Köln-Merheim behandelt zu werden. Gerne gehe ich im Fall der Fälle in die Universitätsklinik Köln zur Untersuchung. Ich bitte das im Rahmen von Paragraph 6 Absatz 1 zu berücksichtigen.

Außerdem will ich keine Zwangsmedikation. Die Medikation ist in einem vernünftigen Gespräch mit mir abzuklären und darf nicht zwangsverabreicht werden.

Gezeichnet

Ich hoffe, ich kann damit dem ein oder anderen helfen, würdig behandelt zu werden.

Liebe Grüße
Euer Till

Abwandlung von Gödels Gottesbeweis

Thursday, March 13th, 2014

Hi zusammen,
Ich habe ja schon über Kurt Gödel geschrieben. Heute habe ich eine Abwandlung seines Gottesbeweis entwickelt.

Tatsache 1: Es gibt das Ursache – Wirkungsprinzip

Folgerung 1: Es gibt für alles eine Quelle

Erläuterung: Zumindest unsere Entstehung aus Eizelle und Samen ist eine Quelle

Tatsache 2: Leben ist positiv

Erläuterung: Die Selbstmordraten bei uns und bei den Tieren wäre viel höher, wenn dem nicht so wäre. Die Evolution wäre auch schnell versiegt. Selbst Suizidgefährdete hoffen auf einen Reset oder auf ein Kommen in eine bessere Welt

Folgerung 2: Es gibt Positives und eine Quelle dieses Positiven

Definition 1: Gott ist definiert als die Quelle des Positiven

Folgerung 3: Leben ist positiv, also lebt auch die Quelle des Positiven, also lebt Gott.

q.e.d.

Liebe Grüße
Euer Till

Weswegen sparen nicht richtig ist

Tuesday, February 18th, 2014

Hi zusammen,
schon Jesus sagte, dass man sich nicht um den morgigen Tag kümmern sollte. Er wird schon das Seine mitbringen. In der Wirtschaftstheorie gibt es das Sparparadoxon nach Keynes. Keynes meint, dass Sparen zwar für den Einzelnen nützlich sein kann, aber für die Gesamtheit fatal, weil dann die Nachfrage sinkt und damit weniger produziert wird, siehe Sparparadoxon.

Das muss man jetzt mit dem kategorischen Imperativ nach Kant verknüpfen. Der Einzelne soll sich so verhalten, wie es ein allgemein gültiges Gesetz wäre. Dementsprechend, weil es, wie Keynes bewies, kein allgemein gültiges Gesetz zum Sparen gibt, darf auch der Einzelne nicht sparen. So einfach ist das und Jesus’ Aussage mit moderner Theorie bewiesen.

Das soll jetzt allerdings keine Aufforderung sein, sein gesamtes Geld zum Fenster heraus zu schmeißen. Auch soll es die Regierung nicht ermuntern von ihrem “Sparkurs” abzuweichen. Dieser ist in echt kein Sparkurs, weil sie bauen ja kein Vermögen auf, sondern sie bauen Schulden ab.

Liebe Grüße
Euer Till

Warum ich glaube dass wir in einer besonderen Zeit leben

Thursday, February 13th, 2014

Hi zusammen meine Leser,

wie vielleicht der ein oder andere weiß, hat man mir eine Schizophrenie attestiert. Man hat mir nicht geglaubt, dass wir in einer besonderen Zeit leben. Mit Hilfe eines Freundes auf Twitter und einer Sternenapp, habe ich den Himmel im Mai 1999 reproduziert. Ich meine, das wäre der Stern von Bethlehem, das Kreuz als Zeichen Jesus’. Aber man mag darüber natürlich diskutieren können. Aber ich weiß natürlich, was ich sehe und höre. In Wirklichkeit habe ich das Sternbild auch klarer, gerader und heller gesehen. Man müsste mal die mathematischen Grundlagen der App kontrollieren, aber ich hoffe, es wird klar.

Ich glaube, auf die Erde kommen fantastische Zeiten zu.

Liebste Grüße,
Euer Till
SternvonBethlehemunbearbeitet
SternvonBethlehembearbeitet

Kurt Gödel

Wednesday, January 22nd, 2014

Hi zusammen,

ich fahre dieses Jahr im Mai zur republica14. Die republica ist eine Leitmesse mit Panels von führenden Internetgrößen. Im letzten Jahr war sogar der Daimler Vorstandsvorsitzende Zetsche da. Dieser brachte mich auf Kurt Gödel, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Kurt Gödel war ein deutsch-jüdischer Mathematiker in den Zeiten Einsteins. Und jede einzelne Arbeit von ihm schießt echt den Vogel ab. Er hat einen Vollständigkeitssatz aufgestellt und einen noch bekannteren Unvollständigkeitssatz. Dabei geht es darum, ob eine Maschine, sämtliche Aussagen, die möglich sind, als wahr oder falsch deklarieren kann. Im Vollständigkeitssatz beweist er, für welche Aussagen das möglich ist. Im Unvollständigkeitssatz stellt er aber dar, dass es Aussagen gibt, die nicht beantwortbar sind. Ich habe mir jetzt vorgenommen, dass noch zu verfeinern. Nach meiner Meinung gibt es Fragen, die einfach schwachsinnig sind, also weder wahr noch falsch, sondern schwachsinnig. Außerdem gibt es Fragen, die an sich unbeantwortbar sind, die aber aus der Erfahrung oder aus dem Schicksalsverlauf heraus, dann doch beantwortbar sind.

Auch groß ist Gödels Gottesbeweis. Er stellt 5 Axiome auf und beweist daraus die Existenz Gottes. Ich bin letztlich jetzt kein “gläubiger” Christ mehr, sondern ein wissender Christ. Die Axiome kann man umformulieren in der Form.
1) Es gibt positive Dinge und Wesen.
2 – 4) Leben (in der gesamten Raumzeit) ist schön, damit notwendig und sinnvoll
5) Wenn man alle Dinge und Wesen zusammenzählt, erhält man eine positive Anzahl (meine Umformulierung der Instanzeneigenschaft, die Mächtigkeit einer Menge ist bei mir gleichzeitig die Instanz der Menge)

Kurzum: Kurt Gödel war ein großer Mensch, allerdings wird er von Atheisten gerne als verrückt bezeichnet, weil sie keine andere Waffe mehr gegen ihn haben als Stumpfsinn (Kommt mir irgendwie bekannt vor).

Ich kann ihn euch nur wärmsten empfehlen, googelt nach ihm, lest den Wikipediaartikel durch. Es lohnt sich. Und es kann sein, dass ich mich noch weiter mit den einzelnen Werken von Kurt Gödel beschäftigen werde.

Liebe Grüße
Till

Till und die Wirtschaft Teil3

Wednesday, December 18th, 2013

Hi zusammen,

im dritten Teil meiner Serie geht es immer noch um Wirtschaft, aber nicht mehr um abstrakte Volkswirtschaft, sondern diesmal wenden wir uns konkreten Handlungsanweisungen aus der Quantitätsgleichung für Betriebe zu. Zur Erinnerung die Quantitätsgleichung ist einer der höchsten Gleichungen der Wirtschaft sie lautet: Geldmenge M = Preis P * Reale Produktion Y / Zirkulationsgeschwindigkeit des Geldes U.

So seit Tagen stelle ich mir die Frage, wie Unternehmensblasen entstehen können. Und dabei wird mir auch der Begriff Inflation wieder klarer. Zum einen eine aufgeblähte Geldmenge M als ein aufgeblähter Preis P führen sicher zu Blasen.

So in Deutschland werden seit Jahren die Kosten gesenkt, insbesondere wie auch meine Generation schmerzlich mit bekommt die Personalkosten. Und hier haben wir den Beweis, dass das auf lange Zeit nicht gut geht.

Man erinnere sich an meinen Merksatz, der Rubel muss rollen. Das tut er bei geringen Löhnen eben nicht. De facto sinkt dadurch die Zirkulationsgeschwindigkeit U des Geldes im Unternehmen.

Jetzt formen wir die Gleichung um, um die Folgen klarer darzustellen. M * U = P * Y.

Daraus folgt, sinkt die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes muss bei gleichbleibendem Preis P und bei gleichbleibender Produktion Y, natürlich die Geldmenge steigern. Die Unternehmen freut das, wenn die Geldmenge des Unternehmens, die Kapitalisierung, die Gewinne, die Umsatzrendite steigen.

Das ist aber leider ein Trugschluss, weiß man doch aus der Volkswirtschaft, dass ein zu starkes Ansteigen der Geldmenge definitiv Inflation ist, definitiv zu Blasen führt und definitiv, dass diese Blasen platzen und nix als Zerstörung hinterlassen.

Ich halte immer die kaufmännische Rechnung wie sie früher galt, für ein gesundes Gleichgewicht. Auf seine Kosten schlägt der gute Kaufmann 20% Handlungskosten auf und auf diesen Betrag dann 20% Gewinn. Das will niemand den Geschäftsleuten nehmen.

Damit bin ich bei einer Umsatzrendite von ca. 17%, was schon sehr viel ist heutzutage. Sämtliche Umsatzrenditen, die höher sind, halte ich für inflationär, die betreffenden Unternehmen sind Blasen, und die dazugehörigen Märkte extremst bedroht.

Nochmal zurück zur Gleichung M * U = P * Y. De facto führen die zu geringen Löhne zu viel zu hohen Umsatzrenditen der Unternehmen (Huch, da ist eine Heuschrecke ;-)). Wäre dies nicht der Fall, müsste die reale Produktion zurückgehen.

Da kommt aber wieder unser Nachfrage – Angebotsprinzip ins Spiel, das ich ja schon im ersten Teil als nicht mehr zeitgemäß dargestellt habe. Sinkt die Produktion, steigt wiederum der Preis der Güter. Steigt der Preis, sinkt die Nachfrage und damit die Produktion.

Ich bin deshalb bei deutlich höheren Löhnen als sie derzeit gezahlt werden. Ich bin bei einer Preissteigerung eines Unternehmens, dass die dritte Wurzel der steigenden Produktion darstellt. Ich bin auch unternehmerisch bei einer Preisgestaltung, die die Preise nur in der dritten Wurzel der Produktionssteigerung steigen lässt. Alle anderen Preispolitiken führen zu platzenden Blasen.

Zur Untermauerung meiner These wieder die Physik: M ist die Abdeckung, beispielsweise eine Decke mit der Einheit kg * m³. Umlaufgeschwindigkeit u lasse ich konstant und um es nicht unnötig zu verkomplizieren, lasse ich die Einheiten weg nach der Äquivalenz von Raum und Zeit nach Einstein. Dann bin ich bei einer realen Produktion Y, die in kg zu messen ist. Folglich entspricht der Preis m³.

Nun sagte ich, um die reale Produktion zu erhalten, muss die Geldmenge im Quadrat wachsen bezogen auf die Preise, gerne unter Berücksichtigung der Prozentsätze. Das Bruttoinlandsprodukt ist das Produkt aus realer Produktion und Preis. Bisher war es so, dass die Regierungen immer die Steigerung der Geldmenge an der Steigerung des Bruttoinlandsprodukts orientiert haben.

Damit steigt der Preis, aber die reale Produktion bleibt gleich, so die Theorie bisher. Und wie ich im letzten Artikel dargestellt habe, ist kg pro Volumen Dichte und sinkende Dichte ist Zeichen einer Blase. Wenn als Y / P immer kleiner wird, was wir de facto seit Jahrzehnten haben, bilden wir als Staat und Gesellschaft eine Blase. Diese Blase haben wir, die Leute werden immer ärmer. Um die Blase konstant zu halten, müsste die Produktion mit den Preisen steigen. Da bin ich bei Y / P = 1. Ich bin dann auch bei M = P². Also die Geldmenge müsste im Quadrat zu den Preisen steigen, um wenigstens die Blase konstant zu halten. Ich bin bei M = P³, um die Blase wieder kontrahieren zu lassen. Da wir aber auch M nicht so eklatant steigen lassen wollen, bin ich bei ganz moderaten Preiserhöhungen, wie gesagt 3. Wurzel der Produktionssteigerung, um die Dichte wieder zu vergrößern.

Verherrend ist dann auch, wenn nach der Euphorie der Hausse, wie wir sie derzeit haben, die Depression der Baisse kommt. Ich kenne das Gefühl jetzt von 1999. Jeder denkt die Börsenrekorde gehen so weiter ad infinitum. Das Gefühl haben wir wieder. Und wieder werden von dem Börsencrash nur einige wenige profitieren und die Mehrheit der Bevölkerung verliert wieder aufgrund ihrer Gier ihr sauer Erspartes. Dann haben wir wieder eine Depression der Völker.

Ich sehe weltweit viele kluge Maßnahmen gegen den Börsencrash von politischer Seite und von den Notenbanken. Leider sind es diesmal die Renditen, die zu Blasen führen, die dann leider durch die Beibehaltung der Hartz IV Gesetze in Zeiten der Hausse auch noch politisch gefüttert werden, so dass wir spätestens in 2 bis 3 Jahren wieder in den Tälern der Börsenkurse und in den Tälern menschlicher Stimmungen angekommen sind.

Aber ich denke wir geben alle nicht auf, uns über diese Zusammenhänge Gedanken zu machen und wenn auch nur ein Börsencrash und die dazugehörige Depression der Märkte und der Bevölkerung abgefedert werden kann durch kluge, lernfähige Köpfe, dann sollten wir nicht aufhören daran zu arbeiten als Menschen.

Liebe Grüße
Till

Till und die Wirtschaft Teil 2

Friday, December 13th, 2013

Hi zusammen,

und weiter geht’s: ich hatte ein paar interessante Gespräche mit Kollegen, die voll auf den Bitcoin Zug aufgesprungen sind. Sie verteidigen sich damit, dass Bitcoin deflationär wäre und damit eine sogenannte harte Währung. Ich sehe das wie gesagt nicht so: Alles leitet sich da aus der Quantitätsgleichung ab. Diese war, wir erinnern uns, M = Y * P / U. M war die Geldmenge, Y die reale Produktion, P der Preis oder das Preisniveau und U die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes.

Als erstes habe ich jetzt die wirtschaftlichen Terme versucht mehr physikalisch aufzufassen. Einerseits vermute ich hinter der Quantitätsgleichung auch einen physikalischen Zusammenhang, also ein Naturgesetz und zum zweiten fühle ich mich bei den konkreten physikalischen Begriffen sicherer. Ich definiere Y := m, also als Masse. Das leuchtet ein, ist doch die reale Produktion wirklich das, was wir herstellen. Des weiteren definiere ich den Preis P als Volumen, P := V = s³. Die Umlaufgeschwindigkeit U bleibt die Zirkulationsgeschwindigkeit innerhalb des Systems, also v. Ja, dann fragt sich nur noch, was die Geldmenge M bedeutet. Man kommt auf einen Begriff m * V / v. Wenn wir von der Konstanz der Umlaufgeschwindigkeit mal ausgehen, und mal außer Betracht lassen von den Einheiten, kommen wir zu einem Term kg * m³. Ich nenne ihn Abdeckung. Es ist klar, wenn man in kalten Nächten eine Decke braucht, dass diese nicht nur das nötige Volumen braucht, sondern auch gefüttert sein muss, also ein gewisses Gewicht mitbringen muss. Dementsprechend, in Grenzen dieser Analogie, ist eine größere, breitere, höhere Decke besser, die auch schwerer ist. So ist es mit der Abdeckung auch: die Abdeckung ist besser, je mehr Masse da ist und je mehr Fläche da ist, umso besser ist die Abdeckung.

Geldmenge passt dann sehr gut zur Abdeckung, weil sie doch das Geld abdeckt, dass die Güter multipliziert mit ihrem Preis erfordern. So kommen wir nun zu Bitcoin: Es liegt dann nahe m / V, also die Dichte zu berechnen. Das ist wirtschaftlich gesprochen: Y / P. Der Preis von Bitcoin ist extremst gestiegen, während die realen Güter, die damit gehandelt werden, auf jeden Fall nicht um 300% gestiegen sind. So haben wir im letzten Jahr eine immer geringer werdende Dichte. Hier ist dann die Bildung einer Blase oder Bubble zu befürchten, weil auch sie immer mehr Dichte verliert, um so mehr sie wächst.

Daraus folgt, wie schon im letzten Bericht, dass wir entweder mehr reale Güter über Bitcoin handeln müssen, um die Blase wieder zu “füttern”. Oder wenn das nicht klappt, müssen wir in den sauren Apfel beißen und durch eine Währungsreform die Preise verkleinern. Währungsreformen nach Inflationen sind nie schön, für niemanden, aber die ultima ratio. Ansonsten sinkt immer mehr die Dichte und die Blase platzt.

Also man sieht, dass auch eine in den Augen der Leute angeblich harte und deflationäre Währung eine inflationäre Blase erzeugen kann.

LG
Till